Natalie RickliNationalrätin

Votum im Nationalrat zum Geldspielgesetz

Mittwoch, 1. März 2017
Da ich an dieser Stelle das erste Mal zu diesem Geschäft rede, sei der Transparenz halber erwähnt, dass ich bei Goldbach Media arbeite. Wie Sie wissen, verkaufen wir Werbezeit, unter anderem auch für Lotterien und Geschicklichkeitsspiele.
 
Bei meinen Minderheiten geht es aber nicht um Werbung, hier geht es vielmehr um das Sozialkonzept in Artikel 74. Lassen Sie mich vielleicht zuerst kurz festhalten, dass wir hier eigentlich etwas Perverses veranstalten: Wir wollen, dass Casinos und Lotterien möglichst viel Geld einnehmen, und gleichzeitig wollen wir die Spieler, bei denen wir offenbar das Ziel haben, möglichst viele von ihnen zu gewinnen, vor diesen Spielen schützen. Das ist aber eine Randbemerkung.
 
Da ich ja liberal bin, wie Sie meinem Abstimmungsverhalten entnehmen können - ich setze mich deshalb auch dafür ein, dass wir keine Internetsperren errichten -, bin ich auch bei Artikel 74 der Meinung, dass es nicht gut ist, wenn wir den Casinos vorschreiben, wie sie ein solches Sozialkonzept umsetzen sollen. Die Mehrheit der Kommission schlägt Ihnen konkret vor, dass die Casinos und Veranstalter mit einer Suchtpräventionsstelle und einer Therapieeinrichtung zusammenarbeiten müssen. Ich hingegen bin der Meinung, gemäss Bundesrat und Ständerat, dass wir es den Veranstaltern überlassen sollen, wie sie das umsetzen wollen. 
 
Darum bitte ich Sie, Artikel 74 Absatz 1bis zu streichen und bei Absatz 2 dem Ständerat zu folgen.
 

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